Hessischer Bildungsserver / Jugendmedienschutz

Studie: Eltern sind gegen Facebook im Unterricht

Dieser Beitrag ist abgelaufen: 30. Juli 2014 00:00

Viele Eltern in Hessen halten nichts von Facebook im Unterricht. Das ist ein Ergebnis der gemeinsamen Studie von hr-iNFO und den Wirtschaftsinformatikern an der TU Darmstadt, "Generation ´Gefällt mir` - Wie die Jugend klickt". In der Studie wurden mehr als 200 Schüler und rund 1600 Erwachsene befragt.

60 Prozent der befragten Eltern schulpflichtiger Kinder und die Hälfte aller befragten Erwachsenen insgesamt sind für ein Facebook-Verbot für Unterrichtszwecke, etwa um Hausaufgaben zu verteilen oder Klausuren vorzubereiten.

70 Prozent der befragten Erwachsenen glauben außerdem nicht, dass Lehrer ausreichend geschult sind, um Schülern den Umgang mit Facebook zu vermitteln. Aber auch mit der Kompetenz der Eltern scheint es nicht zum Besten zu stehen, zumindest aus der Sicht der Jugendlichen: 75 Prozent der Jugendlichen gaben an, dass ihre Eltern ihre Facebook-Nutzung nicht kontrollieren und auch nicht mit ihnen darüber sprechen, was sie besser nicht posten sollten.

Auf Anfrage von hr-iNFO teilte das Hessische Kultusministerium mit, dass derzeit eine "Handreichung" für hessische Lehrer erarbeitet werde, in der der Umgang mit Facebook geklärt werde. Allerdings werde es im schulischen Bereich kein "absolutes Facebook-Verbot" geben. In einigen anderen Bundesländern ist eine dienstliche Kommunikation per Facebook explizit verboten.

Quelle: klicksafe.de ->

| 14.5.2014